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FCG-KdEÖ Gmünd besichtigt Granitwerk



20.06.2017
Modernste Technik im Werk Kammerer beeindruckte die TeilnehmerInnen


Die Betriebsbesichtigung durch die KdEÖ des Bezirkes Gmünd im Granitwerk Kammerer war eine staubige, aber dennoch interessante Angelegenheit.

Der Betrieb betreibt zur Zeit den Steinbruch Hartberg in Gebhards bei Schrems und den Steinbruch Kirchenwald bei Hoheneich und ging aus der oberösterreichischen Firma Poschacher Granitwerke hervor, die, in finanzielle Notlage geraten, den Betrieb schließen wollte. Rudolf Kammerer, der 26 Jahre hier gearbeitet hatte, übernahm 2011 den Betrieb mit 18 Mitarbeitern und rüstete nach und nach den Maschinenpark gehörig auf. Das Granitwerk Kammerer beschäftigt auf dem etwa 25 ha großen Steinbruchareal inzwischen 60 Mitarbeiter und setzt voll auf Qualität. Schremser Granit ist darüber hinaus in punkto Härte einer der besten der Welt. Rund 5000 m2 beheizte Hallenfläche stehen hier für die Granitbearbeitung zur Verfügung.

Der Chef persönlich, Rudolf Kammerer, dessen Drillingssöhne alle im Betrieb mitarbeiten führte uns durch den Steinbruch und erklärte auch Fachausdrücke wie „Schremser Feinkorn“ oder „Herschberger Grobkorn“. Gemäß seinem Motto, dass ihm kein Projekt zu groß, aber auch keines zu klein sei, produziert das Granitwerk Kammerer sowohl für den privaten wie auch für den öffentlichen Bereich. Einer seiner ersten Aufträge war das Pflaster für die Fußgängerzone zwischen Hof und Tuchlauben in der Wiener Innenstadt. Überregional bekannt wurde das Werk dann durch Aufträge zur Granitproduktion für die Neupflasterung der Mariahilfer Straße oder des Stephansplatzes in Wien. Groß im Kommen ist zur Zeit die private Gartengestaltung mit Granit.
Mit neuen Großraumsägen mit Diamantseilen können heute bis zu 13 m lange Granitriesen als Unterbau für Präzisions-Maschinen geschnitten werden. In Zusammenarbeit mit der deutschen Firma Reitz Natursteintechnik wurde 2013 die Tochterfirma KARE Granitwerk gegründet. Diese stellt Geräte aus Granit her, die wiederum Granit zu Maschinenteile für hochpräzise Geräte bearbeiten.

Im Steinbruch selber wurden in dem 130-jährigen Bestehen rund 1,5 Millionen m3 Granit abgebaut. Geologen zufolge sind noch weitere 5 Millionen m3 vorhanden.



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