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Besoldungsreform - Die Fakten



01.04.2015
Keine Verluste für die Kollegenschaft


Die vom Gesetzgeber beschlossene Überleitung in das neue Gehaltssystem
ist schwierig zu verstehen und zu berechnen.
Um Euch diese komplexe Materie leichter näher bringen zu können, darf
das anhand eines Beispiels versucht werden, das auch schon die von der
Gewerkschaft Öffentlicher Dienst ausverhandelte Reparatur, die noch vor
dem Sommer im Parlament beschlossen werden soll, berücksichtigt.

Zur Erklärung:
Mit 12.2.2015 ist die Überleitung in die neuen Gehaltstabellen erfolgt.
Dabei erfolgt zwar regelmäßig die Zuordnung zu einer in der Bezeichnung
und vom Betrag her niedrigeren Gehaltsstufe, der Grundbezug
bleibt aber dank einer Wahrungszulage gleich! Wurde z.B. am
1.1.2014 die GehSt 9 erreicht, so wird nun die Gehaltsstufe 8 ausgewiesen
(weil diese die betragsmäßig nächstniedrigere Stufe im neuen
Schema im Vergleich zum bisherigen Bezug ist). Der ausbezahlte Betrag
in Euro entspricht aber weiterhin der alten GehSt 9.

In der Lebensverdienstsumme entstehen keine Verluste!

Bei der nächsten Vorrückung, deren Termin gleich bleibt, in unserem
Beispiel daher zum 1.1.2016 kommt man dann in der neuen Gehaltstabelle
in die Gehaltsstufe 9, auch hier greift weiter die Wahrungszulage,
sodass der Grundbezug nun der „alten“ Stufe 10 entspricht
(kein Verlust gegenüber der alten Gehaltstabelle).
Die übernächste Vorrückung wird dann um ein Jahr vorgezogen, und
erfolgt daher in unserem Beispiel bereits am 1.1.2017 in die neue Gehaltsstufe
10. Damit wird dann ein Grundbezug erreicht, der höher
ist, als er zum identen Zeitpunkt in der alten Stufe 10 gewesen wäre.
Ab diesem Zeitpunkt entfällt daher die Wahrungszulage.

Funktionszulagen:
Die Erreichung von höheren Funktionsstufen ist an
das Besoldungsdienstalter geknüpft und künftig zeitpunktmäßig im
Vergleich zum alten Anfallszeitpunkt gewahrt.

Jubiläumszuwendungen:
Der Anfallszeitpunkt für die zukünftigen
Dienstjubiläen bleibt gewahrt (25 und 40 effektive Bundesdienstjahre).
E2b-Zulage: Dazu wurde bereits am 15. Februar 2015 vom Zentralausschuss
beim Dienstgeber ein Antrag auf Angleichung gestellt.
Diese Verhandlungen stehen noch aus und müssen einer verlustlosen
Regelung zugeführt werden. Eine Willensbekundung des
Dienstgebers erfolgte bereits.

Berechnungsbeispiele im Anhang



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