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Einsatztraining für die Medien



21.04.2015
Journalisten blickten hinter die Kulissen


Bundeseinsatztrainer Martin Hollunder-Hollunder präsentierte am 16. April 2015 Journalistinnen und Journalisten das Einsatztraining der Polizei. Über Besonderheiten beim Einschreiten gegen psychisch erkrankte, alkohol- oder drogenbeeinträchtigte Menschen informierte Dr. Walter North. Die Vertreterinnen und Vertreter der Medien hatten die Möglichkeit, selbst diverse Szenarien zu durchlaufen.

Jede Polizistin und jeder Polizist muss jährlich mehrere Turnusse Einsatztraining und ein Szenarientraining absolvieren. Dazu kommen noch Ausbildungen für den großen polizeilichen Ordnungsdienst (GSOD), für Sonderlagen oder zur Trageberechtigung bestimmter Ausrüstungsgegenstände, wie zum Beispiel den Einsatzstock oder den Taser. Das regelmäßige Einsatztraining umfasst die Schießausbildung, die Einsatztaktik, Einsatztechniken und das interaktive Szenarientraining. Im Rahmen der Schießausbildung wird 2015 schwerpunktmäßig die Verwendung von Leuchtmitteln trainiert, weil der Einsatz von Schusswaffen oft bei Dunkelheit oder schlechten Lichtverhältnissen erforderlich ist. Bei der Einsatztechnik liegt der Trainings-Schwerpunkt auf der Kommunikation und Täteransprache.

Am 16. April 2015 konnten Journalistinnen und Journalisten hinter die Kulissen des polizeilichen Einsatztrainings blicken. Bundeseinsatztrainer Chefinspektor Martin Hollunder-Hollunder präsentierte die Inhalte und die Jahresschwerpunkte des polizeilichen Einsatztrainings. "Pressefreiheit ist ein Garant für die Demokratie eines Landes", sagte Hollunder-Hollunder. "Damit die Berichterstattung aber so objektiv wie möglich erfolgen kann, braucht es ausreichend Information. Seit einigen Jahren werden daher Journalistinnen und Journalisten regelmäßig zu Presseterminen eingeladen, bei denen das polizeiliche Einsatztraining gezeigt wird. Die Medienvertreterinnen und Medienvertreter haben dabei die Möglichkeit, sich in die Rolle der Polizistinnen und Polizisten zu versetzen."


Polizeiliches Einschreiten bei erkrankten oder drogenbeeinträchtigten Menschen
Das Verhalten von Menschen, die an einer psychischen Erkrankung leiden oder unter Alkohol- bzw. Drogeneinfluss stehen, ist schwer einschätzbar. Dr. Walter North, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie und ärztlicher Leiter des Vereins "dialog:", informierte über das Einschreiten bei psychisch erkrankten, alkohol- oder drogenbeeinträchtigten Menschen. "Drogen, wie Alkohol greifen über das Gehirn direkt in das körpereigene Steuerungssystem von Verhalten, Gefühlen und Denken ein", erklärte Dr. North. "Im Einzelfall, abhängig von situativen und persönlichen Umständen, kann das dazu führen, dass leichter oder wahrscheinlicher ein Gewaltverhalten gesetzt wird. Das Gewaltverhalten selbst kann zudem das Belohnungssystem des Gehirns aktivieren. Damit können Schmerzen unterdrückt und euphorische Gefühle erzeugt werden."

Österreichweit gibt es rund 500 Einsatztrainerinnen und Einsatztrainer in der Polizei. Neben den vier Bundes- und neun Landeseinsatztrainern sind in Wien weitere 27 Polizistinnen und Polizisten als hauptamtliche Einsatztrainer im Einsatz. Die übrigen Einsatztrainer sind Polizistinnen und Polizisten, die das nebenamtlich ausüben. Das bedeutet, dass sie rund ein Drittel (maximal die Hälfte) ihrer Dienstzeit als Einsatztrainierinnen oder -trainer tätig sind.


Quelle: BMI



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